Zusammenarbeit

Die Grundschule steht als Primarschule zwischen dem Elementarbereich, der neben den Kindertagesstätten auch weitere, vorschulische Erziehung umfasst und den weiterführenden Schule Hauptschule, Realschule und Gymnasium bzw. der Gesamtschule. Im Erlass des niedersächsischen Kultusministeriums "Die Arbeit in der Grundschule" (Download siehe unten)
ist unter Punkt 3 geregelt, dass die Grundschule für grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler die entsprechenden Lernvoraussetzungen zu schaffen hat.

Das bedeutet, dass im Unterricht insgesamt sehr binnendifferenziert gearbeitet werden muss, um jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten zu fördern und zu fordern. Zusammenarbeitet findet in der Grundschule Waldschule zum Wohl der Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Institutionen statt:

 

  • Zum Einen ist an erster Stelle das Elternhaus zu nennen. Kinder verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit den Eltern bzw. im Familienkreis. Man muss sich bewusst machen, dass grundlegende Erziehungsarbeit bereits im Babyalter beginnt. Auch wird z. B. durch eine anregende Umgebung, durch das Schaffen von Lernanreizen etc. das kindliche Gehirn sozusagen "trainiert". Versäumnisse oder sogar Fehler im Bereich Erziehung sind von der Schule nicht oder nur sehr schwer auszugleichen.

    In der Grundschule Waldschule wird bei Schuleintritt von den Eltern, der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer und auch der Schülerin/dem Schüler eine Schulvereinbarung unterzeichnet, in der sich alle Beteiligten verpflichten, für das Einhalten von Regeln in Bezug auf ein gutes Miteinander zu sorgen und außerdem einen größtmöglichen Lernerfolg zu sichern.

    Neben der üblichen Teilnahme an Elternsprechtagen und Beratungsgesprächen, der aktiven Mitarbeit im Schulelternrat und im Förderverein zeichnen sich die Eltern der Grundschule Waldschule durch eine große Unterstützungsbereitschaft in verschiedenen Bereichen aus. Hier sind als Beispiele zu nennen:

    - Aktionstage Schulgarten
    - Sponsorenlauf
    - Lesemütter als Hilfe für schwächere Kinder
    - Trainer der Fußball-Schulmannschaft usw.

    Ein guter Kontakt zu den Eltern ist eine wichtige Voraussetzung für eine gemeinsame Bildungs- und Erziehungsarbeit zwischen Eltern und Schule.
     
  • Als zweiter Punkt ist die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten aufzuführen. Die Kinder des Einzugsgebietes der Grundschule Waldschule besuchen zum überwiegenden Teil einen der drei Kindergärten in der Nähe der Grundschule: den Kindergarten Sonnenwald, den Christus-Kindergarten oder den Marien-Kindergarten. Ein kleiner Teil der einzuschulenden Kinder kommt aus anderen Nordhorner Kindertagesstätten oder besucht keinen Kindergarten. Als Aktionen mit bzw. von den Kindertagesstätten laufen zurzeit:

    - Besuch der Schule im Februar/März; die zukünftigen Schulkinder verbringen eine Stunde in einem Klassenraum und nehmen an einer Hofpause teil.
    - Im Rahmen des Sprachfeststellungverfahrens überprüfen Schulleiterin und eine Lehrerin, die für die organisatorische Zusammenarbeit mit den  Kindertagesstätten verantwortlich ist, betreffende Kinder in den Kitas.
    - Die zukünftigen Erstklässler werden in den Unterricht eingeladen (nach der Planung der Klassenzusammensetzung im Juni) und lernen ihre Klassenlehrerin/ihren Klassenlehrer kennen.
    - Im Dezember/Januar finden Gespräche zur Rückmeldung an die Kindertagesstätten bzw. deren Erzieherinnen statt, die Klassenlehrerinnen/die Klassenlehrer berichten über die Kinder.
    - Im Rahmen eines Kennenlernnachmittages erkunden die neuen Schulkinder ihre Schule und ihren neuen Klassenraum.

    Die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten ist durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen den vier Kindertagesstätten und drei Grundschulen im Bereich Nordhorn-Mitte neu geordnet und auf eine höhere Ebene gestellt worden. Nur durch intensiven Kontakt, durch den Austausch und gemeinsame Gespräche lassen sich im Vorfeld Schwierigkeiten ausräumen, Hilfen organisieren und gemeinsame Aktivitäten zum Wohle der Kinder organisieren.
     
  • Der dritte große Bereich der Zusammenarbeit ist der zwischen Grundschule und den weiterführenden Schulen.
    Die Schülerinnen und Schüler gehen nach der vierten Klasse in eine der drei weiterführenden Schulen Hauptschule, Realschule oder Gymnasium über. Alternativ kann der Schulbesuch auch in einer Gesamtschule fortgesetzt werden.
    Die Grundschulen empfehlenden Erziehungsberechtigten die geeignete Schulform für die Schülerinnen und Schüler in der vierten Klasse. Näheres hierzu ist unter dem Punkt "Weiterführende Schulen" nachzulesen.

    Zusammenarbeit findet unter folgenden Aspekten statt:

    - FachlehrerInnen der Grundschulen und der weiterführenden Schulen der Fächer Deutsch und Mathematik treffen sich zum Austausch in Bezug auf die Kerncurricula und der damit verbundenen Unterrichtsinhalten und Anforderungen.
    - Schülerinnen und Schüler werden zu Kennenlerntagen in die weiterführenden Schulen eingeladen.
    - Nach einem halben bzw. einem Schuljahr erfolgt von den weiterführenden Schulen eine Rückmeldung über die Zeugnisnoten in den so genannten Hauptfächern an die ehemaligen Klassenlehrerinnen/Klassenlehrer. 

Die Überlegungen, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Gymnasium Nordhorn zu unterzeichnen, stehen kurz vor der Umsetzung. Nach einer Testphase im ersten Halbjahr des Schuljahres 2014/15 soll jetzt im Februar 2015 die Vereinbarung unterzeichnet werden.


Sicherlich findet Zusammenarbeit noch auf weiteren Ebenen statt, wie z. B. mit den Kirchengemeinden, der Stadt Nordhorn und der Landesschulbehörde. Auch stehen wir teilweise in engem Kontakt mit Betrieben in unserem Einzugsgebiet, mit Sportvereinen und weiteren Institutionen. Ein weiterer Kooperationspartner ist die Musikschule Nordhorn, die bei uns z. B. Chorzeiten anbietet.

Eine Einbindung von Schule, auch von Grundschule, in die Öffentlichkeit ist unerlässlich, nicht nur aus Sponsoringgründen. Unterrichtsgänge, Ausfüge etc. leben von Kontakten mit der Bevölkerung.